MDR: KiKa-Affäre beendet / Arbeits- und strafrechtliche Konsequenzen für ehemalige Mitarbeiter

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Den Hut nehmen: MDR erklärt Affäre für beendet.

Die Aufarbeitung der Veruntreuungen beim Kinderkanal in Erfurt sind nach vierjähriger Aufklärungsarbeit abgeschlossen.

Das wurde in einer Pressemitteilung über den Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig bekannt gegeben. MDR-Intendantin Karola Wille legte dem MDR-Rundfunkrat in Leipzig dazu einen Abschlussbericht einschließlich der gezogenen arbeitsrechtlichen und strafrechtlichen Konsequenzen vor.

MDR: Ermittlungsverfahren gegen 20 Verdächtige

Demnach wurden gegen insgesamt 20 Menschen innerhalb und außerhalb des Senders Ermittlungsverfahren geführt. Einige Straftäter wurden inzwischen rechtskräftig verurteilt. Den Gesamtschaden bezifferte die Intendantin auf insgesamt 9,966 Millionen Euro. Bis heute hat der MDR über vollstreckbare Titel einen Schadenersatz von 2,3 Millionen Euro zurückholen können. In der Sitzung des Rundfunkrats am 4. Mai 2015 äußerte Intendantin Karola Wille ihre Erwartung, die Summe noch steigern zu können. Dabei stehe der Sender mit den Ermittlungsbehörden in engem Kontakt.

MDR-Rundfunkrat: Kriminelle Scheingeschäfte

Die Vorsitzende des MDR-Rundfunkrates, Gabriele Schade, nannte die lückenlose Aufarbeitung der Ende 2010 bekannt gewordenen Vorfälle eine notwendige Voraussetzung dafür, verloren vergangenes Vertrauen wieder herzustellen. Kriminelle Scheingeschäfte zwischen Mitarbeitern des von MDR und ZDF getragenen Kinderkanals und externen Firmen hätten das Ansehen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schwer beschädigt. Deshalb habe der Rundfunkrat die Geschäftsleitung des für den Kinderkanal federführenden Mitteldeutschen Rundfunks von Anfang an dabei unterstützt, die kriminellen Machenschaften umfassend aufzuklären und notwendige Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Ermittlungen zu ziehen.

MDR: arbeitsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen

Intendantin Karola Wille habe bei ihrem Amtsantritt Ende 2011 die Aufklärung der Veruntreuungen und Beseitigung der Schwachstellen in den Kontrollsystemen als erste wichtige Maßnahme ihrer Amtszeit genannt, sagte die Rundfunkratsvorsitzende. Mit der jetzt abgeschlossenen Aufarbeitung, den arbeits- und strafrechtlichen Konsequenzen und der grundlegenden Neuausrichtung der Organisation und der internen Arbeitsabläufe könne sich der Kinderkanal wieder mit voller Kraft dem Programm widmen. Hier lesen Sie den Bericht zu diesem Thema vom Fachdienst MEEDIA.

Autor: Torsten Williamson-Fuchs

Foto: Torsten Williamson-Fuchs

Quelle: MDR-Pressemitteilung / ots /
Aufarbeitung der Veruntreuung beim Kinderkanal abgeschlossen / Gesamtschaden bei rund zehn Millionen Euro / Arbeits- und strafrechtliche Konsequenzen für ehemalige Mitarbeiter und externe Firmen

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